Anstieg des Fachkräftemangels

Der Wirtschaftsstandort Deutschland zeichnet sich vor allem durch innovative Spitzenprodukte aus dem Hochtechnologiebereich aus. Der Bedarf an hochqualifizierten Beschäftigten in technischen und ingenieurwissenschaftlichen Branchen wird verschiedenen Projektionen zufolge aufgrund des Strukturwandels in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Quer durch alle technisch orientierte Branchen zeichnet sich dabei ein weiterer Anstieg der Ingenieurquote auf bis zu einem Drittel der Gesamtbeschäftigten ab. Gleichzeitig wird aufgrund des demografischen Wandels die Zahl der Erwerbspersonen deutlich zurückgehen, da relativ viele Fachkräfte altersbedingt aus dem Erwerbs­leben ausscheiden und der Bevölkerungsanteil junger Erwachsener immer kleiner wird.

Die bereits spürbare Konkurrenz um die wenigen hochqualifizierten Fachkräfte wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen:

Schon heute können laut einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) 48.000 Ingenieursstellen nicht besetzt werden und für das Jahr 2014 könnte sich diese Zahl auf etwa 95.000 unbesetzte Arbeitsplätze fast verdoppeln. In den nächsten 5 bis 10 Jahren rechnen laut ZEW gut 80% der Unternehmen mit einem Mangel an Ingenieuren und Ingenieurinnen.

Mehrkosten durch Fachkräftemangel

Im Jahr 2007 entstanden den Unternehmen durch diesen Fachkräftemangel bereits Kosten in Höhe von ca. 3,5 Milliarden Euro. Gründe hierfür sind:

·             Ablehnen bzw. Verschieben von Aufträgen

·             Gestiegener Aufwand bei der Stellenbesetzung

·             Mehrkosten durch geleistete Überstunden